Autor-Archiv:Christian Adler

Ein neues Becken entsteht: 550 Liter Maxi-Reef

Es gibt ein neues Projekt, größer und besser als alles Frühere ….

Wir wollen ein großes Schaubecken und Reef-Aquarium einrichten, es hat ein Volumen von ca. 550 Liter und ist ein Giesemann Becken.

So sah das Becken nach dem Aufstellen aus

So sah das Becken nach dem Aufstellen aus

 

Aber fangen wir von vorne an:

Nach der Entscheidung für ein neuen Becken fanden wir zufällig bei einem Händler dieses Becken – gebraucht aber sehr gut erhalten.

Es handelt sich um ein Giesemann-Becken mit Stahl-Unterschrank mit Glaswänden und -türen in schlichtem Schwarz-Weiss. Das Becken selber hat 105×95 cm bei einer Höhe von 55cm, das macht etwa 550 Liter inkl. Filterschacht.

Die Wände des Filterschachts waren mit Schieferplatten dekoriert, da es früher als Süßwasserbecken betrieben wurde.

Wo hinstellen….

Diese wichtige Frage stellte sich auch bei uns, und beim näheren Ausmessen des Beckens inklusive Unterschrank stellten wir fest, dass bei der Gesamthöhe ein Betrachten des Beckens nur im Sitzen möglich war – es handelt sich um ein „Sitzgruppen-Becken“. Es blieb also nur die Möglichkeit eines Sockelbau’s, auf dem das Aquarium dann stehen kann.

Wir haben also YTONG-Steine (20cm breit hochkant) zwischen zwei MDF-Platten gestellt und die Platten mit den Steinen mit Montage-Kleber verklebt. Dieser Sockel ist stabil und hält auch das Gewicht von Becken, Wasser und Gestein aus:

MaxiReef-YTONG-1 MaxiReef-YTONG-2

 

Transport und Aufstellung

Dieses Kapitel halten wir kurz. Vier starke Männer waren nötig, um das Becken vom Laden des Händlers dort in das Auto und dann in unser Haus zu transportieren. Zum Glück kann man Becken und Unterschrank trennen…. Es war aber trotzdem ein gewaltiger Kraftakt!

 

Technik & Zubehör

Wir haben lange über die Technik nachgedacht und dann folgende Komponenten gewählt:

Licht

Zur Beleuchtung nutzen wir reines LED-Licht mit einer Aqua SanRise (ohne PLUS), 220 Watt Leistung in 3 Kanälen mit insgesamt 5 Farben. Steuer- und programmierbar über eine App, die es für Android und IOS gibt.

Zu erwähnen ist noch die sehr angenehm dünne Bauart, ein sehr hochwertiges Netzteil und Tatsache, dass die Steuerung zwar über WLAN erfolgt, die Einbindung in das eigene WLAN aber nicht klappt, weil die App leider nur die Verbindung zum SanRise-eigenen WLAN unterstützt.

Strömung

Für ein Becken mit knapp 100x100cm Bodenfläche und 550 Liter Inhalt bedarf es deutlich stärkerer Strömungspumpen als für ein 120L-Becken oder ein RedSea-Max 250. Die testweise verbauten Tunze 6045 spürt man an der vorderen Scheibe nicht mehr.

Wir haben uns daher für zwei Tunze nanostream 6095 entschieden, die bis 9500 l/h leisten und bei 50% Leistung immerhin für eine Umwälzung des 17fachen Becken-Inhalts.

Die beiden Pumpen werden mit Steuergerät geliefert, die man mittels Verbindungskabel koppeln kann, um die Pumpen dann parallel oder auch invers zu betreiben (mit einem aktiven Steuergerät).

Filterung

Für die Filterung steht der eingebaute Filterschacht zur Verfügung, in dem genügend Platz für

  • Abschäumer
  • Filtermaterial (Aktivkohle, Absorber, Filterschwämme)
  • Umwälzpumpe (Eheim Universal 1200)
  • Heizung (Eheim 250W)

vorhanden ist. Eine überschaubare und unspektakuläre Sache.

Dekoration

Statt einer schwarzen Rückwand haben wir uns für eine Rückwand aus Riffkeramik von Korallenwelt entschieden. Damit haben wir eine dekorative Rückwand und sehr viel Platz für Korallen und Anemonen, Fische und andere Tiere haben viel Platz und Rückzugsmöglichkeiten. Die Rückwand ist an den drei Seiten des Filterschachtes verklebt.

Vor der Rückwand stehen weitere Elemente von Korallenwelt, um den freien Bodenplatz zu nutzen. Alle Elemente sind mit Aquarium-Silikon am Boden verklebt und untereinander mit Riffmörtel vermörtelt.

Bei den Riffkeramik-Elementen muss bedacht werden:

  • Beim Empfang gleich prüfen ob noch alles heil ist, gebrochene Elemente kann man aber schnell mit Silikon-Kleber wieder zusammensetzen
  • Vor dem Einbringen in das Becken ausführlich im Freien abspülen, um die Staubreste vom Brennen und den Abrieb abzuspülen. Dieser Staub enthält massiv Silikat und andere Salze, die im Meerwasser unerwünscht sind.
  • Ohne Kleber im Aquarium aufstellen und final plazieren. Die Teile sind teilweise sehr schwer und sollten erst einmal ohne Kleber aufgestellt werden.
  • Wenn alles perfekt steht, dann ein Foto machen und die Teile wieder herausnehmen und mit dem Einkleben beginnen. Am Einfachsten klappt es mit Silikon, die Übergänge und Ritzen/Spalten lassen sich perfekt mit Riffmörtel füllen und verschönern.
  • Nach ein paar Tagen Trocknung das Becken mit Leitungswasser füllen, einen Beutel mit Phosphat-/Silikat-Absorber dazu geben und 1 Woche bei laufenden Strömungspumpen spülen.
  • Danach Wasserwechsel und nun mit Osmosewasser erneut füllen, wiederum mit Absorber und mindestens 1-2 Wochen solange spülen, bis die Wasserchemie (speziell Silikat und Phosphat) akzeptable Werte hat.
  • Ansonsten empfehlen wir den Beitrag von Torsten Luther im Meerwasser-Forum zum Einfahren eines Aquariums mit Riffkeramik.

Bodengrund

Hier gibt es 3 Säcke mit mittelfeinem Korallenbruch. Sehr unspektakulär.

Lebendgestein

Tja, auf Lebendgestein wollen nach Möglichkeit verzichten, um weder unerwünschte Bakterien noch gefürchtete Plagen (z.B. Glasrosen) in das neue Becken zu schleppen. Die Riffkeramik soll porös genug sein, um den Bakterien der Nitrifikation (oberflächlich, aerob) als auch der Denitrifikation (tief im Gestein, anaerob) eine gute Basis zu bieten. Aber natürlich werden einige Korallen mit Steinen kommen und dann gibt es doch ein paar Stücke Lebendgestein.

Und so sieht es aus…..

Die Riffkeramik eingeklebt/-gemörtelt, Licht & Technik eingebaut und inzwischen mit rund 550 Liter Osmosewasser gefüllt:

 

Silikat

Tja, das Becken steht jetzt seit rund 10 Tagen so und es sind 1 1/2 große Einheiten Absorber im Becken, trotzdem gibt es noch 2,00 mg/l Silikat (SiO2) im Wasser, damit wollen wir aber nicht starten.

Es bleibt also nur abwarten und tägliche Kontrolle des SiO2-Wertes.

 

….. In Kürze gibt es die Fortsetzung

Bau des Gecko Terrariums

auf dieser Page möchte ich ein bisschen über den Bau des Geckoterrariums

berichten,

also erst einmal haben wir uns für das Exo Terra large entschieden. Es hat eine Grundfläche von 90×45 und ist für die Aufzucht unseres Phelsuma Grandis gedacht.

(mit entsprechender Grösse und Alter soll der grosse ja novh einen Partner/ eine Partnerin bekommen Und dann gibt es ein viel grösseres Terrarium mit Viel mehr Platz für beide Klebfüsser…:-))

 

zurück zum Thema:

das Terrarium ist 90 cm hoch und hat über den gesamten „Deckel“ Gaze.

luftschlitze unterhalb der Türen gewärleisten eine gute Luftzirkulation.

(Phelsumen möchten generell nicht in stickiger und stehender Luft sitzen.

Bei der Gestaltung der arückwand haben wir uns für Xaxim entschieden. Da Xaxim aber stetig beregnet werden sollte damit er grün wird , haben wir uns für einen False Bottom entschieden.

in diesem Falschen Boden, kann sich dann das überschüssige Wasser aus dem Terrarium sammeln und wieder über eine Beregnungsanlage an das Xaxim abgegeben werden.

Abflussrohr

plastik pipe ist witterunsbeständig und ist an beiden Seiten mit Schlitzen versehen.

(damit es keinen Wasserstau gibt und Fäulnis auftritt)

Der Bodn wurde aus eine Lichtrasterplatte passgenau der Grundfläche von 90×45 cm ausgeschnitten. Die LRP habe ich aus dem Internet bestellen müssen, da der Verkäufer im Baumarkt mich mit grossen Augen anschaute und nicht wusste, was diese ist…Lichtrasterplatte beschnitten

In die Platte wurde ein kleiner Teil in der Mitte ausgeschnitten und mit Kabelbindern zu einer tiefer liegenden Ebene gearbeitet. Diese soll später zu einem kleinen Rümpel werden. Verkleidet ist sie mit Fliegengitter damit die Steine die wir später verwenden wollen nicht in den False Bottom gelangen.

image

befestigt wurde das Fliegengitter mit Aquariensilikon damit es nicht verrutscht.

Um morgens und abends eine Luftfeuchte von 100% zu erreichen (was in solch grossen Terrarien nicht gerade leicht ist), haben wir uns entschieden novh einen Bachlauf zu intigrieren. Dieser wurde mit Bauschaum (Brunnenschaum) modeliert.

image

Mit einem Cuttermesser habe ivh mich dann an die Ausarbeitung des Flusslaufes gemacht. Wer schon einmal versucht hat Wasser zu beeinflussen, weis wie schwer es ist. Wasser sucht sich einfach seinen eigenen Weg. Nach einigen Stunden Spass,Frust, Erfüllung und „ich werf den ganzen Sch****ss gleich auf den Müll“, habe ich es endlich geschafft. Danach wurde der Bachlauf mit drei Schichten Fliessenkleber bestrichen und ca eine Woche gewartet.

Nachdemder Fliessenkleber ausgehärtet war, habe ich die Kanten noch mit einem Stück Sandpapier glatt geschliffen.

Das große Terrarium für den Gekko

So sieht unser „großes“ Terrarium für den Phelsuma grandis aus:

Terrarium-big

Es handelt sich um ein Standard-ExoTerra-Modell in der Größe 90x90x45cm, ausgestattet mit Rück- und Seitenwand aus Xaxim-Platten, die über eine eigene Bewässerungsanlage feucht gehalten werden.

Modelliert wurde die Rückwand mit Bau-Schaum, versiegelt mit Silikon und bedeckt mit geriebenem Torf. Außerdem wurden noch zwei Wurzeln eingebaut.

Zum Klettern hat der Gekko diverse Bambus-Stangen, die liegend, als Schaukel und schlicht abgehängt angebracht sind.

Folgende Pflanzen haben wir eingebracht:

Zur Beleuchtung setzen wir drei Leuchtmittel ein:

  • LED-Balken 18W Daylight
  • Spot 50W Bright Sun UV Jungle
  • Spot 70W Solar-Raptor HID-Spot UVB

Die Befeuchtung erfolgt mit einer Beregnungsanlage und einem Flußlauf, der einige Stunden am Tag läuft.

Nach 10 Tagen

Jetzt sind 10 Tage seit der Einrichtung des Red Sea Max 250 vergangen, Zeit für ein Notizen zum Verlauf.

Als erstes waren wir sehr entsetzt, dass die Wassertemperatur trotz aller Abschalten der Heizung und Einsatz der eingebauten Oberflächen-Lüftung auf 27-28° C anstieg. Ein wenig Suchen in Internet ergab, dass schon einige Besitzer des RMS250 dieses Problem kennen. Hinzu kommt, dass die große Strömungspumpe doch so viel Kraft hat, dass der Bodengrund in der einen Ecke gänzlich weggeweht wurde – bis zur Bodenplatte. Die Pumpe konnte auch nicht weiter nach oben verstellt werden, da dann offener Wellenschlag an der Oberfläche entstand.

Die meisten Empfehlungen hinsichtlich der Temperatur ergaben, dass die 2400 l/h-Pumpe des Original-Systems sehr heiss wird und das Aquarium damit deutlich erwärmt und dazu noch sehr laut ist. Die Massnahme war ein Austausch der Pumpe gegen eine AquaBee 2000.

Gesagt getan: Die neue Pumpe ist wirklich leiser und die Temperatur ist tatsächlich um ca. 1,5° gesunken.

Nebenbei haben wir noch Red Sea Deutschland angefragt, ob dieses Temperatur-Problem normal ist und wir bekamen folgende Antwort:

Bei dem System ist es durchaus normal, dass die 
Wassertemperatur ca. 4-5° über der Raumtemperatur 
liegt (ca. 1W pro Liter Lichtleistung, sehr starker
Abschäumer und das komplett geschlossene System 
sind Ursache dafür).

 

Das ist ein bisschen ohne Worte…..

Die Wasserwerte zu Beginn waren normal (für ein nagelneues Becken) und wir haben mit den Elos- und MicrobeLift-Produkten die Einfahrphase forciert.

Nach rund 4 Tagen hatten wir Braun-Algen, und nach 6 Tagen begann die Grün-Algenphase, und seitdem sehen die Scheiben wirklich erschreckend aus.

Wir haben dann eine Turban-Schnecke eingesetzt, außerdem hatten wir mit dem Lebendsgestein eine große Krabbe und ein paar Kenia-Bäumchen „importiert“. Kurz darauf haben wir noch 2 weitere Schnecken und 3 Einsiedlerkrebse eingesetzt, damit der Bodengrund gepflegt wird und die Algen gefressen werden. Natürlich haben wir auch höhere Algen eingesetzt.

Die Wasserwerte waren nach 10 Tagen bereits in einem ordentlichen Status, kein Ammonium mehr nachweisbar, Nitrit und Phosphat gehen sehr deutlich gegen Null, allerdings auch noch kein Nitrat.

Jetzt heisst es weiter warten bis die Einffahrphase beendet ist und dann wird über einen spannenden Besatz nachgedacht – Ideen haben wir schon 🙂

 

Die Algenhölle nach 8 Tagen